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Vielfalt der Geschlechter

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Mit der neuen Gesetzgebung zum so genannten Dritten Geschlecht ist die Vielfalt der Geschlechter zum ersten Mal in den Blick einer breiten Öffentlichkeit gerückt. In statistischen Erhebungen war es bis vor nicht allzu langer Zeit nicht möglich, ein anderes Geschlecht als männlich oder weiblich anzugeben. Daher finden sich auch an der Universität  Freiburg nur wenige Daten zu Menschen, die sich in der Binarität Mann–Frau nicht wiederfinden und ein weiteres – oder gar kein – Geschlecht für sich nennen. Derzeit sind in der Gruppe der Studierenden 6 Personen ohne Geschlechtseintrag in der Statistik der Universität zu finden. Diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren sicher erhöhen

Bisher gibt es keine verlässlichen Statistiken zu nicht-binären Personen. Die Biologin Anne Fausto-Sterling1 ging 2000 davon aus, dass weltweit etwa 1,7 % der Menschen mit einer Variation der Geschlechtsmerkmale geboren werden. Dazu kommen noch all diejenigen Menschen, die ohne so genannte Variante der Geschlechtsentwicklung nicht in das binäre Schema Mann–Frau passen. Wenn wir von 1,7 % ausgehen – was sehr wahrscheinlich zu niedrig angesetzt ist – dann finden sich unter den Studierenden der Universität 418 und unter den Beschäftigten 115 nicht-binäre Menschen.

Neben den Problemen der Statistik stellt sich aber auch die Frage, inwieweit ein Klima der Offenheit und des Vertrauens an der Universität herrscht, das es den betreffenden Menschen erleichtert, sich als nicht-binär zu outen.

Es muss also davon ausgegangen werden, dass die Anzahl an nicht-binären Mitgliedern der Universität wesentlich höher ist als die angegebenen 6 Studierenden.

 

1 Anne Fausto-Sterling (2000): Sexing the Body, S. 53

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