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Für Mentees

Für wen ist AdvanceMent Freiburg?

Sie sind fortgeschrittene Doktorand*in oder frühe Postdoktorand*in der Uni Freiburg und

  • befinden sich aktuell in einer beruflichen Umbruchsphase (Ende Promotion, frühe Postdocphase) und möchten sich intensiv mit den nächsten Karriereschritten auseinandersetzen?
  • streben eine akademische Karriere an oder wollen berufliche Perspektiven auf dem außerakademischen Arbeitsmarkt kennenlernen und es mangelt Ihnen an Vorbildern?
  • fragen sich, wie Sie Ihre persönliche Lebenssituation in die Umsetzung Ihrer beruflichen Ziele erfolgreich integrieren können?
  • möchten sich offen und aktiv in eine One-to-One-Mentoringbeziehung sowie in Ihre Peergroup einbringen, um gemeinsam zu lernen und sich weiterzuentwickeln?
  • wollen Ihre karriererelevanten Kompetenzen sowie Ihr (akademisches) Netzwerk ausbauen?

 

Dann bewerben Sie sich für eine unserer Programmlinien:

  • @academia für eine akademische Karriere
  • @newpathways für außerakademische Karrierewege

 

Welchen Nutzen habe ich als Mentee bei AdvanceMent Freiburg?

AdvanceMent Freiburg bietet Ihnen vielfältige Gelegenheiten zur Karriereentwicklung:

  • Berufsorientierung durch den Erfahrungsaustausch mit der Peergroup und dem bzw. der Mentor*in, durch den Erhalt wertvollen Insiderwissens und die Ausarbeitung der eigenen Stärken und Schwächen
  • Persönlicher und vertrauensvoller Austausch mit einer berufserfahreneren Person zu den eigenen Potenzialen und Zielen
  • Unterstützung bei der Entwicklung klarer Karriereziele sowie bei der Planung und Umsetzung der nächsten Schritte
  • Kenntnisse über formelle und informelle Strukturen, Prozesse und Regeln in Wissenschaft und Wirtschaft
  • Einblicke in den Weg zur Professur bzw. in ein neues Berufsfeld
  • Eröffnung von Berufsperspektiven
  • Weiterentwicklung der eigenen karriererelevanten Kompetenzen und Qualifikationen
  • Ausbau eines interdisziplinären Netzwerks, u.a. durch die Peergroup
  • Zugang und Ausbau des fach- bzw. berufsspezifischen Netzwerks über den bzw. die Mentor*in

 

Was sind die Teilnahmevoraussetzungen?

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie während der Programmlaufzeit als Doktorand*in oder Postdoktorand*in an der Universität Freiburg forschend tätig sind. Außerdem sollten Sie an den prozessbegleitenden Veranstaltungen (Einführungs-, Zwischenbilanz-, Abschlussbilanz-Workshop) und den Workshops Ihrer Programmlinie teilnehmen können.

Als Mentee verpflichten Sie sich außerdem an der Evaluation zur Weiterentwicklung des Programms teilzunehmen und einen kurzen Abschlussbericht zu verfassen.

Punktesystem

 

Gibt es ein Mentoring-Zertifikat?

Nach erfolgreicher Teilnahme am Mentoringprogramm wird jedem bzw. jeder Mentee ein Zertifikat ausgestellt. Im Mentoring-Zertifikat werden Inhalte und Ziele des Mentoringprogramms sowie die besuchten Veranstaltungen benannt. Workshops der FRS Qualifizierungsprogramme, die während der Laufzeit des Mentoringprogramms zusätzlich besucht wurden, können nach Absprache mit der Programmleitung mit auf das Zertifikat aufgenommen werden. Um ein Zertifikat zu erhalten, brauchen Mentees mindestens 9 von insgesamt 12 Punkten; dabei müssen von den 9 Punkten mindestens zwei aus einem Bereich stammen.

Abschluss einer Mentoring-Vereinbarung zwischen Mentee und Mentor*in

obligatorisch

Teilnahme an prozessbegleitenden Veranstaltungen (Auftaktveranstaltung, Einführungs-, Zwischenbilanz-, Abschlussbilanzworkshop und feierliche Abschlussveranstaltung)

obligatorisch

Abhalten von mindestens vier One-to-One-Treffen, inklusive Vor- und Nachbereitung

4 Punkte

regelmäßige Teilnahme an den Peergroup-Treffen (mind. fünf) und Erstellung von Kurzprotokollen

5 Punkte

Teilnahme an drei Qualifizierungs-Workshops

3 Punkte

Teilnahme an der Evaluation des Programms sowie das Verfassen eines kurzen Abschlussberichts.

obligatorisch

 

Nach Absprache können bei Krankheit oder Terminkollision auch Workshops aus den Qualifizierungsprogrammen der FRS (Doktorand*innen) und der GDaPE (Postdocs) besucht und für das Mentoring-Zertifikat angerechnet werden.

 

Was bedeutet „frühe*r Postdoc“?

Als frühe*r Postdoc gelten Sie allgemein während der ersten ein bis drei Jahre nach der Promotion. Wir geben in Hinblick auf die Teilnahmevoraussetzungen allerdings bewusst keinen Zeitraum vor, wann die frühe Postdocphase endet, da es möglich ist, sich auch drei Jahre nach Promotion (wegen Elternzeit o.ä.) noch in dieser Phase zu befinden. Allerdings richtet sich die Programmlinie @academia explizit an Postdocs, die noch dabei sind, sich für ihre akademische Karriere zu orientieren. Dazu gehören sie nicht, wenn Sie

  • planen, sich in den nächsten Jahren auf Professuren zu bewerben, bzw. berufungsfähig sind.
  • schon mehrere Postdocs abgeschlossen haben oder mit Ihrer Habilitation weit vorangeschritten sind.
  • eine Gruppenleiter-Position o.ä. innehaben.


In diesem Fall profitieren Sie von dem auf Postdocs zugeschnittenen Kursangebot (z.B. zu Berufungsverfahren) sowie Coaching-Angeboten. Wenn sie Beratung wünschen wie sie, ggf. auch individuell einen Mentor oder eine Mentorin finden könnten, die Sie bei der Vorbereitung auf eine Berufung unterstützt, richten Sie sich bitte an die Programmleitung.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Mentoring ist ein Ehrenamt! Der Nutzen einer erfolgreichen Mentoringbeziehung lässt sich daher auch nicht monetär beschreiben. Dennoch entstehen für die Verwaltung und Durchführung des Mentoringprogramms hohe Kosten. Diese trägt die Albert-Ludwigs-Universität, um ihre Wissenschaftler*innen bei der Karriereentwicklung zu unterstützen.

Reise- und Übernachtungskosten für Treffen mit Mentor*innen werden in begrenztem Umfang vom Programm übernommen. Bei überregionalem Mentoring müssen Sie aber damit rechnen, Reise- und Übernachtungskosten zum Teil selbst zu tragen oder nach dem ersten persönlichen Treffen auf onlinegestützte Kommunikationsformen zurückzugreifen.

 

Wie viel Zeit muss ich mitbringen?

Eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen beruflichen Zielen sowie die Planung und auch die Umsetzung karriererelevanter Schritte kostet natürlich Zeit. Um einen wirklichen Mehrwert aus dem Programm zu gewinnen, müssen Sie ausreichend Zeit mitbringen sowie den Willen, sich aktiv in die Mentoring-Partnerschaft und die Peergroup einzubringen und an Netzwerkveranstaltungen teilzunehmen.

Für den Baustein „Mentoring“ sollten Sie Zeit mitbringen:

  • für die Treffen mit Ihrem bzw. Ihrer Mentor*in und mit Ihrer Peergroup,
  • die Vor- und Nachbereitung dieser Treffen,
  • sowie die Umsetzung der im Mentoring besprochenen nächsten Schritte.


Wir empfehlen, dass sich Mentoring-Tandems zwischen vier bis sechs Mal während der Programmlaufzeit austauschen. Die Peergroup sollte sich, selbstorganisiert und je nach Bedarf, alle vier bis sechs Wochen treffen.

Für das Begleitprogramm, die Workshops und die Beratung sind feste Zeiten vorgesehen: s. Zeitpläne der aktuellen Runde.

 

Welche Sprache(n) brauche ich zur Teilnahme am Programm?

Das Ziel von AdvanceMent Freiburg ist es, akademische und außerakademische Karrierewege in Deutschland zu begleiten. Daher ist die Hauptsprache des Programms Deutsch. Zur erfolgreichen Teilnahme am Programm müssen Sie also gut genug Deutsch beherrschen, um an den Netzwerkveranstaltungen und Workshops aktiv teilnehmen zu können.

Je nach Zusammensetzung der Gruppe können ausgewählte Workshops oder Netzwerkveranstaltungen ggf. auch auf Englisch stattfinden. Daher wäre es hilfreich, wenn Sie beide Sprachen bequem beherrschen. Die Arbeitssprache in der Peergroup handelt jede Gruppe für sich aus. Beim Matching der Tandems kann die Sprachpräferenz der Mentees berücksichtigt werden.

 

Wie funktioniert die Mentor*innen-Suche und das Matching?

Generell gilt, dass die Mentees sehr stark in die Suche und Auswahl von potentiellen Mentor*innen einbezogen werden. AdvanceMent Freiburg arbeitet nicht mit einem bestehenden Mentor*innen-Pool, denn jede*r Mentee soll die für ihn oder sie passende Person für aktuelle Fragestellungen und Karriereziele finden. Die Programmleitung unterstützt bei der Recherche und kann auch in Einzelfällen Vorschläge für Mentor*innen machen. Außerdem übernimmt die Programmleitung den Erstkontakt zu potentiellen Mentor*innen, um im Vorhinein eine Teilnahme am Programm abzuklären. Wenn die Mentees potentielle Mentor*innen bereits aus ihrer scientific community kennen, können diese auch den Erstkontakt übernehmen, sodass die offizielle Anfrage durch die Programmleitung im Anschluss folgt.

Idealerweise haben Sie sich schon vor Bewerbung erste Gedanken darüber gemacht, was Ihre Karriereziele sind und was bzw. wen es bräuchte, um Sie auf diesem Weg zu unterstützen. Gegebenenfalls haben Sie auch in der Bewerbung erste Vorschläge gemacht, wen Sie sich als Mentor*in vorstellen könnten. Dies ist allerdings nicht zwingend nötig. Im Rahmen des Einführungsworkshops (und bei @newpathways in den Karriereplanungsworkshops) erarbeiten wir gemeinsam Ihre Prioritäten, sodass Sie am Ende eine Shortlist mit mindestens drei potentiellen Mentor*innen angeben können. Die Programmleitung stellt dann eine Anfrage an die potentiellen Mentor*innen und führt ein Erstgespräch durch. Danach klären Mentee und Mentor*in ihrerseits in einem Erstgespräch Erwartungen und Ziele und ob eine Zusammenarbeit vorstellbar ist. Wenn ja, schließen sie eine Mentoring-Vereinbarung ab.

Matching

 

Wie kann ich mich auf die Mentoring-Beziehung vorbereiten?

Zur Vorbereitung lesen Sie bitte aufmerksam unseren Leitfaden. Außerdem können Sie sich schon in Vorbereitung auf die Bewerbung Gedanken zu Ihren Erwartungen an die Mentoring-Beziehung machen. Überlegen Sie sich z. B., welche Erwartungen Sie an den Mentoring-Prozess haben, welche konkreten Fragestellungen Sie gemeinsam bearbeiten möchten, welche Formen des Austausches und der Unterstützung Sie sich von Ihrem bzw. Ihrer Mentor*in wünschen.

Nach der erfolgreichen Bewerbung werden alle Mentees zu einem Einführungsworkshop eingeladen. Im Laufe des Workshops werden die Erwartungen so gut wie möglich konkretisiert und darauf geprüft, ob sie realistisch sind. Prioritäten für eine Mentor*innen-Shortlist werden herausgearbeitet. Darüber hinaus wird geklärt, wie es den Mentees gelingen kann, so zur Gestaltung der Kommunikationssituation beizutragen, dass eine möglichst eindeutige und zielorientierte Zusammenarbeit entsteht.

 

Gibt es auch fachspezifisches Mentoring?

Je nach Fachrichtung könnte für Sie auch ein bestehendes dezentrales Mentoringprogramm von Interesse sein.

EIRA Mentoring – Mentoringprogramm für Frauen in der Medizin (Postdocphase)

KITE Mentoring – Mentoringprogramm für Doktorandinnen und weibliche Postdocs der Physik, Chemie, Pharmazie, Mathematik, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Biologie und Medizin

WVF-Mentoring – Mentoringprogramm für Postdocs der Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät

Was tun, wenn Probleme im Mentoring-Tandem auftreten?

Wenn Sie ein Problem in Ihrer Mentoring-Beziehung feststellen, sprechen Sie Ihre*n Mentor*in darauf an. Erklären Sie, womit Sie unzufrieden sind und geben Sie Ihrem bzw. Ihrer Mentor*in einen Hinweis, was Sie sich stattdessen wünschen. Sollte sich das Problem nicht innerhalb des Mentoring-Tandems lösen lassen, steht Ihnen außerdem die Programmleitung von AdvanceMent Freiburg jederzeit beratend zur Seite.

Kontakt: Dr. Jessica Günzle,