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Maßnahmen im Bereich Gender

Strukturelle Maßnahmen

Stabsstelle Gender and Diversity

Die im April 2008 eingerichtete Stabsstelle Gender and Diversity ist die strategische Steuerungseinrichtung für Gleichstellung und Vielfalt. Ihre Kernaufgabe ist die Beratung der Hochschulleitung in den verschiedenen Entscheidungs-, Planungs-, Umsetzungs- und Bewertungsprozessen der Universität zum Thema Gleichstellung und Vielfalt. Dafür erarbeitet die Stabsstelle Konzepte und Strategien, Instrumente und praktikable Maßnahmen. Handlungsleitend für die Arbeit der Stabsstelle ist der Gleichstellungsplan für die Jahre 2014-2018, welcher die inhaltlichen Prioritäten für diesen Zeitraum festlegt. Diese übergeordneten Aufgabenschwerpunkte werden nach dem SMART-Prinzip operationalisiert und anhand von Jahresplänen konkretisiert.


Ständige Senatskommission für Gleichstellungsfragen

Gleichstellungsarbeit erfordert die Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeit von Frauen und Männern. Daher wurde im Oktober 2008 auf Beschluss des Senats die bisherige Ständige Senatskommission zur Förderung von Wissenschaftlerinnen und Studentinnen in Ständige Senatskommission für Gleichstellungsfragen umbenannt. Ebenso wurde das Aufgaben- und Organisationsprofil verändert und die Kommission in ihrer Arbeit durch Erweiterung der Mitgliederzahl gestärkt. Weitere Unterstützung erhielt die Kommission – analog zu den anderen Kommissionen des Senats – durch Einrichtung einer Geschäftsstelle in der Zentralen Universitätsverwaltung, die seitdem bei der Stabsstelle Gender and Diversity liegt. Erstmals seit Bestehen der Kommission wurde zudem der Vorsitz nicht auf ein Mitglied der Kommission delegiert, sondern verantwortlich von einem Rektoratsmitglied selbst, nämlich dem Vizerektor, wahrgenommen. Vordringliche Aufgabe der Senatskommission ist es, die Umsetzung von Gleichstellungsmaßnahmen an der Universität Freiburg beratend zu begleiten. Außerdem schlägt die Senatskommission dem Senat die Preisträgerinnen und -träger des jährlich zu vergebenden Bertha-Ottenstein-Preises vor.
 

Arbeitskreis „Familienfreundliche Universität“

Der Arbeitskreis „Familienfreundliche Universität“ wurde 2007 gegründet und übernimmt die strategische Koordination aller Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium. Um eine breite Akzeptanz des Anliegens „Familienfreundliche Universität“ zu fördern, sind neben ständigen Mitgliedern weitere relevante Personen an der Planung und Umsetzung von Maßnahmen beteiligt, darunter Fakultätsvertretungen und Abteilungsleiter_innen z.B. aus den Bereichen Bau, Personal oder Bibliothek. Der Arbeitskreis hat die Aufgabe, sämtliche Arbeits- und Studienbedingungen an der Universität Freiburg auf ihre Familienfreundlichkeit zu überprüfen, um auf dieser Grundlage konkrete Maßnahmen zur besseren Balance von Studium bzw. Beruf und Familie einzuleiten. Die Leitung des Arbeitskreises hat der Kanzler inne, die Geschäftsstelle des Arbeitskreises liegt beim Familienservice.
 

Arbeitskreis „Personalentwicklung“

Das Rektorat hat im November 2008 entschieden, eine systematische Personalentwicklung an der Universität Freiburg einzuführen und mit einer Pilotphase in der zentralen Verwaltung zu beginnen. Hierfür wurde unter der Leitung des Kanzlers ein Arbeitskreis eingerichtet, an welchem auch die Chancengleichheitsbeauftragte sowie die Stabsstelle Gender and Diversity unmittelbar beteiligt sind. Der Arbeitskreis wurde beauftragt, ein ganzheitliches, d.h. gender- und diversitysensibles Personalentwicklungskonzept unter Berücksichtigung der folgenden Schwerpunkte zu entwickeln: Einführung von Mitarbeiter_innen-Gesprächen, Führungskräfteentwicklung, Fortbildung und Qualifizierung, Beförderungsplanung sowie die angemessene Berücksichtung des sozialen Umfelds, insbesondere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Konzept „Personalentwicklung. Pilotphase in der zentralen Verwaltung in den Jahren 2009-2011“ wurde im April 2009 vom Rektorat beschlossen. Zur Zeit wird ein gesamtuniversitäres Personalentwicklungskonzept erarbeitet. Zu dessen Umsetzung ist eine koordinierende Geschäftsstelle Personalentwicklung eingerichtet worden. Die Geschäftsstelle ist strukturell im D1.3 Geschäftsprozessentwicklung und Qualitätsmanagement angesiedelt.

 

Strategische Maßnahmen

Leitfaden zur Durchführung von Berufungsverfahren
an der Universität Freiburg

Zentrales Instrument einer gleichstellungsorientierten Personalgewinnung in der Wissenschaft stellt das Berufungsverfahren dar. Wie die Strukturplanung der Universität aufzeigt, sind im Zeitraum 2009-2014 allein durch Emeritierung 71 Berufungsverfahren – sowie weitere 17 in der Medizinischen Fakultät – zu erwarten. Um diese Verfahren als wirksames Steuerungsinstrument zur Erhöhung des Frauenanteils in Spitzenpositionen nutzen zu können, hat das Rektorat einen Berufungsleitfaden entwickelt, der zur geschlechtersensiblen Ausgestaltung von Berufungsverfahren beitragen soll.


Gleichstellungsconsulting

Mit den 2008 eingeführten DFG-Gleichstellungsmitteln als zusätzliches Anreizsystem für Verbundprojekte wurde auch an der Universität Freiburg eine weitere Dynamik in Gang gesetzt, da nun genderkompetente Beratungen und Gleichstellungs-Know-how für die Antragsstellung benötigt werden. Der entsprechende Beratungsauftrag wurde der Stabsstelle Gender and Diversity vom Rektorat 2009 übertragen. Die Stabsstelle berät fortan wissenschaftliche Einrichtungen bei der Formulierung und gezielten Strukturierung der Gender Equality-Thematik innerhalb der Anträge; der Entscheidung, welche Maßnahmen für den jeweiligen Antrag ergriffen werden sollen, der Abstimmung der im Antrag geplanten Maßnahmen mit den Gleichstellungszielen der Universität und hierbei insbesondere der Einbettung der geplanten Maßnahmen in universitäre Gleichstellungskonzepte, der Vermittlung von Ansprechpartner_innen zur organisatorischen Umsetzung der Maßnahmen (z.B. Familienservice), der begleitenden Qualitätssicherung und des Monitorings. Über diese Form des Inhouse-Consultings können die Bedürfnisse der einzelnen Forschungsverbünde mit denen der universitätsweiten Zielsetzungen in Einklang gebracht und eine professionalisierte Steuerung durch das Rektorat vorgenommen werden.


Gleichstellungscontrolling

Seit 2009 finden in regelmäßigen Abständen Strategiegespräche zwischen dem Rektorat und den einzelnen Fakultäten statt. Im Zentrum der Gespräche steht die geplante strategische Entwicklung der jeweiligen Fakultät, worunter zentrale Bereiche zählen wie Lehre, Forschung, Berufungs- und Personalplanung, Infrastruktur sowie die Entwicklung der Frauenanteile wie sie u.a. im Struktur- und Entwicklungsplan der Fakultät beschrieben wurden. Das Rektorat beabsichtigt mit diesen Gesprächen, die Stärken und Schwächen der Fakultät, die bereits erfolgte oder geplante Schwerpunktbildung sowie eine ggf. erforderliche Prioritätensetzung zu erörtern und zentrale Handlungsfelder zu identifizieren. Mit Einbeziehung des Gleichstellungsthemas wird die Relevanz und Querschnittsorientierung für die Universität unterstrichen und zugleich die Möglichkeit eröffnet, gemeinsam mit den Vertretungen der Fakultäten Handlungsoptionen für die bestehenden Herausforderungen zu entwickeln.


Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM)

Im Rahmen der aktuellen Neustrukturierung der gesamten LOM wurde vom Rektorat am 9.2.2011 beschlossen, die Kategorie Gleichstellung von 10% auf 15% zu erhöhen und innerhalb der Gleichstellungsindikatoren den Schwerpunkt bei den Habilitationen zu setzen. Gerade weil bei der Förderung von Habilitandinnen (resp. vergleichbarer Leistungen) nach wie vor ein großes Defizit an der Universität Freiburg besteht, gibt es hier, anders als in der Gruppe der Promovendinnen, einen besonderen Steuerungsbedarf. Neben den Indikatoren Promovendinnen/Habilitandinnen werden ebenso Anreize bei der Erhöhung der Anzahl von Professorinnen in den einzelnen Fakultäten gesetzt.


Trainings für Fakultätsgleichstellungsbeauftragte

Zur Professionalisierung der gleichstellungspolitischen Arbeit an der Universität Freiburg werden regelmäßig Weiterbildungen für die Fakultätsgleichstellungsbeauftragten angeboten, in denen die wesentlichen Arbeitsmethoden und Handlungsstrategien der Beauftragten in Gremien, in Berufungs- und anderen Stellenbesetzungsverfahren sowie bei Beratungen von Einzelfällen (z.B. bei sexueller Belästigung) vermittelt und trainiert werden.
 

Bertha-Ottenstein-Preis

Seit 1997 schreibt die Universität jährlich den Bertha-Ottenstein-Preis (vormals Frauenförderpreis) aus. Mit dem Preis sollen innovative Projekte und strukturelle Maßnahmen auf dem Gebiet der Gleichstellung sowie herausragende Leistungen im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung gewürdigt und unterstützt werden. Der Bertha-Ottenstein-Preis ist mit 5000 EUR dotiert und wird universitätsöffentlich verliehen. Der Bertha-Ottenstein-Preis ist nationales Best-Practice-Beispiel der von der Europäischen Union geförderten Initiative Gendera – Gender Debate in the European Research Area

Eine Liste ehemaliger Preisträger_innen finden Sie hier.

 

Spezifische Maßnahmen für Studieninteressierte
und Studierende

Schnupperstudium für Schülerinnen

Seit 2004 wird zur Akquirierung von Studentinnen für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT-Fächer) an der Universität Freiburg jährlich ein Schnupperstudium für 120 Schülerinnen der Klassen 10 bis 13 durchgeführt. Beteiligt sind die Fachbereiche Mathematik, Physik, Mikrosystemtechnik, Informatik, Geowissenschaften und Chemie. Seit 2011 liegt die Verantwortung des Programms bei der Zentralen Studienberatung, bei welcher ähnliche Schul-Angebote wie der Tag der offenen Tür usw. angesiedelt sind.


Berufserkundungspraktika am Girls’ Day bzw. Boys’ Day

Seit 2004 können Schülerinnen den Beruf der Feinwerkmechanikerin durch Führungen bzw. Praktika kennenlernen. Es bestehen Kontakte zu ausgewählten Schulen in Freiburg. Jungen können in der Uni-Kita einen Vormittag lang den Beruf des Erziehers praktisch erproben. Die Entwicklung in anderen Berufen wird ständig von der Beauftragten für Chancengleichheit beobachtet, um Tendenzen zu einem typischen Männer- oder Frauenberuf entgegen zu wirken. So bewerben sich seit einigen Jahren überwiegend Frauen für den Beruf der Chemielaborantin, hier werden daher ab 2011 Führungen und Praktika ebenso für Jungen angeboten.


Mentoring für Studentinnen

Einzelne Fakultäten der Universität Freiburg bieten Mentoring-Programme für Studentinnen an. Diese Angebote zielen auf die überfachliche Unterstützung der Studentinnen beim Übergang in die nächste Qualifikationsstufe. Mentoring der Rechtswissenschaftlichen Fakultät: Justitia Mentoring, der Fakultät für Mathematik und Physik: MeMPhys - Mentoring in Mathematik und Physik und der Medizinischen Fakultät: EIRA – Mentoring an der Medizinischen Fakultät.
 

Spezifische Maßnahmen für Beschäftigte

Gleitzeitmodelle

Bisher gilt in der Zentralen Universitätsverwaltung, im Rechenzentrum, im Mineralogisch-Geochemischen Institut, im Physikalischen Institut und in der Universitätsbibliothek für alle Mitarbeiter_innen die gleitende Arbeitszeit. Andere Bereiche können bei Bedarf jederzeit Gleitzeit einführen – die technischen Möglichkeiten sind seit 2006 erprobt.   


Telearbeit

Die Universität Freiburg hat 2007 die alternierende Telearbeit/Heimarbeit in Form eines Pilotprojektes eingeführt. Ziele der Maßnahme sind u.a. den Beschäftigten durch die zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeitsorganisation eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, durch mehr Selbstverantwortung bei der Festlegung der Arbeitszeit und der Gestaltung der Arbeit eine höhere Motivation und Arbeitszufriedenheit zu erreichen und dadurch die Arbeitsqualität und -produktivität zu verbessern. Das Projekt wurde nach erfolgreicher Evaluation im Frühjahr 2009 in den Regelbetrieb überführt.


Teilzeitmodelle

Die Beantragung von Teilzeit aus familiären Gründen ist seit 1995 möglich und wird individuell mit der Personalabteilung geregelt. Die Reduzierung der Arbeitszeit kann hierbei vertraglich festgelegt werden, wenn mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder ein nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftiger sonstiger Angehöriger zu betreuen oder pflegen ist. In den letzten 5 Jahren wurde die Option, in Teilzeit zu arbeiten, ständig erweitert. Inzwischen sind Arbeitszeitmodelle von 20% bis 100%, mit einer Verteilung auf 1 bis 5 Tage pro Woche möglich.
 

Dual Career Service  

Der Dual Career Service bietet individuelle Beratung und Unterstützung von Doppelkarrierepaaren in wissenschaftlichen Spitzenpositionen und hilft den Partner_innen zukünftiger Führungskräfte der Universität Freiburg  bei der Suche nach einer adäquaten Stelle.
Dual Career Service
 

Brückenstipendium STAY! / Come and STAY!

Die Neue Universitätsstiftung Freiburg und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vergeben seit 2010 das Brückenstipendium STAY! Dieses wurde 2016 um die Förderlinie Come and STAY! ergänzt. Zum März 2017 werden drei Brückenstipendien STAY! / Come and STAY! vergeben. Mit den Brückenstipendien verbindet sich das Ziel, das Potential exzellenter junger Frauen für die Wissenschaft zu bewahren und die vielversprechendsten Nachwuchsforscherinnen auf ihrem Weg zur Professur zu unterstützen.

 

Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen

Ziel des Programms ist es, qualifizierte Wissenschaftlerinnen zur Habilitation zu ermutigen und sie in die materielle Lage zu versetzen, dieses Vorhaben auszuführen. Die Förderung erfolgt über Mittel für TVL-13-Stellen, die im Gegensatz zur Stipendienförderung auch eine soziale Sicherung der Geförderten gewährleisten. Die Stellen werden in die Universitäten integriert. Die Förderdauer beträgt bis zu drei Jahre durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und anschließend bis zu zwei Jahre durch die jeweilige Universität. Das Programm wird durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert.
 

Schlieben-Lange-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen
mit Kind/ern

Gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vergibt die Universität Stipendien an herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind(ern), die ihre wissenschaftliche Qualifikation mit familiären Aufgaben vereinbaren und ihre wissenschaftliche Arbeit aufnehmen, fortsetzen oder berufsbegleitend durchführen möchten.
 

Bertha-Ottenstein-Professuren im Rahmen der Exzellenzinitiative

Das Forschergruppenprogramm der Universität Freiburg ist eine zentrale Maßnahme zur aktiven Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Postdoktorandenphase, die jährlich als universitätsweiter, themenoffener Wettbewerb ausgeschrieben wird. Am Ende des internationalen Begutachtungsverfahrens werden in den ausgewählten Forschungsbereichen jedes Jahr bis zu zwei kompetitiv ausgestattete Nachwuchsgruppen geschaffen. Die Förderung von herausragend qualifizierten Wissenschaftlerinnen durch eine Bertha-Ottenstein-Professur, in Erinnerung an die erste in Freiburg habilitierte Frau (1931), ist stets für eine der beiden geförderten Nachwuchsgruppen vorgesehen. Damit bestärkt und fördert die Universität gezielt Frauen in ihrem Vorhaben, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben.
 

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf

Zentraler Familienservice

Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie werden an der Universität schon seit Anfang der 1990er Jahre verfolgt und umgesetzt. Anfangs widmete sich die Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragte diesem Themenbereich, mittlerweile gibt es jedoch einen eigenständigen Familienservice, der seit 2010 als Stabsstelle dem Kanzler der Universität untersteht. Der Familienservice übernimmt die Trägeraufgaben für die universitätseigenen Kindertagesstätten und ist für die Umsetzung der Vereinbarkeitsmaßnahmen sowie die Konzeption neuer Projekte, insbesondere den Ausbau der Kinderbetreuung, zuständig. Der Familienservice berät zusätzlich Beschäftigte zu Kinderbetreuungsangeboten, familienunterstützenden Rahmenbedingungen und finanziellen Hilfen und steht bei der Suche nach individuellen Lösungen von Vereinbarkeitsproblemen beratend zur Seite. Neue (insbesondere internationale) Beschäftigte der Universität finden hier Hilfe bei der Suche nach Plätzen in Kinderbetreuungseinrichtungen und bei der Auswahl einer geeigneten Schule für ihre schulpflichtigen Kinder.
 

Familienfreundliche Sitzungszeiten

Das bereits von einzelnen Fakultäten beispielhaft praktizierte Modell familienfreundlicher Sitzungszeiten wird vom Senat seit 2009 ebenso umgesetzt. Die Sitzungszeit beginnt um 14:15 Uhr (vormals 15:15 Uhr), so dass auch bei längeren Tagesordnungspunkten ein Beschließen der Sitzung im Rahmen der Arbeitszeit möglich ist.


Freisemester für (alleinerziehende) Eltern
Um den Übergang von der Promotion zur Habilitation bzw. Post-Doc-Phase zu erleichtern, hat sich die Fakultät für Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften im Rahmen ihres Fakultätsgleichstellungsplans verpflichtet, für Frauen und Männer mit Kind(ern) die Möglichkeit von Forschungssemestern ohne Lehrverpflichtung zu schaffen. Diese Möglichkeit gilt sowohl für Frauen und Männer, die schon ein Kind haben und erziehen, als auch für solche, die in dieser Phase ein Kind bekommen und erziehen. Es ist anvisiert, für das erste Kind zwei Forschungssemester zu gewähren und für jedes weitere Kind ein weiteres Forschungssemester. Die Fakultät verpflichtet sich, Mittel zur Vertretung in der Lehre bereitzustellen. Dies kann pro Fall pro Semester bis zu 10.000 € betragen. Die Fakultät für Mathematik und Physik wie auch die Technische Fakultät haben entschieden, den Fokus auf alleinerziehende Nachwuchswissenschaftler_innen zu legen und entsprechend auf Antrag ein Forschungsfreisemester zu gewähren.
 

Kinderbetreuung

Für Beschäftigte und Studierende bietet die Universität Freiburg in der Kindergrippe Uni-Zwerge, der Kindertagesstätte Uni-Kita, der Tagesstätte Biolino und als Belegplätze bei concept maternel gGmbH insgesamt 99 Betreuungsplätze für Kinder bis 6 Jahre an. Für Studierende stehen zudem noch 125 Plätze in den Betreuungseinrichtungen des Studierendenwerks Freiburg zur Verfügung.


Betreuung bei Tagungen und Kongressen

Der Familienservice organisiert nach Bedarf begleitende Kinderbetreuung während Veranstaltungen von Fakultäten, Instituten und anderen Einrichtungen der Universität.


Babysitterpool und Vermittlung von Notfallbetreuung

In Kooperation mit dem Studierendenwerk Freiburg und dem Deutschen Roten Kreuz hat der Familienservice eine Babysitterdatenbank aufgebaut, mithilfe derer Eltern kurzfristig eine qualifizierte Betreuungsperson vermittelt werden kann. Ziel ist es, einem akut auftretenden Kinderbetreuungsbedarf passgenau und auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Familie zugeschnitten, abzudecken.
 

Elternzimmer

Seit Juni 2010 gibt es im Universitätszentrum ein eigenes Elternzimmer, in dem der Aufenthalt mit kleinen Kindern zwischen Veranstaltungen überbrückt werden kann. Das Zimmer ist mit Spielsachen, einer Wickelmöglichkeit sowie einem Fläschchenwärmer zum Aufwärmen von Babykost ausgestattet. Eine kleine Arbeitsecke mit WLAN-Zugang bietet zudem den Eltern die Möglichkeit zum Arbeiten. Das Zimmer steht studierenden und beschäftigten Eltern nach einmaliger formaler Anmeldung offen. 
 

Wickel- und Stillmöglichkeiten in Universitätsgebäuden

Derzeit bestehen an der Universität 23 Wickelmöglichkeiten, von denen sich zehn im Universitätszentrum befinden. Des Weiteren existieren drei Stillgelegenheiten. Die Wickelmöglichkeiten sind sowohl in den Sanitätsräumen für Frauen als auch in denen für Männer untergebracht, so dass beiden Elternteilen der Zugang gleichermaßen gegeben ist. Die Wickelmöglichkeiten sind universitätsweit einheitlich ausgeschildert.
 

Familiengerechte Ausgestaltung von Gebäuden

Bei Neubauten, in denen Publikumsverkehr zu erwarten ist, wie z.B. dem Service Center Studium oder in der neuen Universitätsbibliothek, wurde ein leichter Zugang mit Kinderwagen ermöglicht. Vor bzw. innerhalb des Gebäudes gibt es eine sichere Abstellmöglichkeit für Kinderwagen. In der neuen Universitätsbibliothek, die 2015 wieder eröffnet wurde, ist außerdem ein eigenes Elternzimmer eingerichtet. Insbesondere (studierenden) Eltern wird damit der Besuch der Bibliothek mit Kind erleichtert.
 

Mitarbeiter_innen-Kinder-Tag (MiKi-Tag)

Am bundesweiten Girls’ Day findet zeitgleich der Mitarbeiter_innen-Kinder-Tag statt. Die Kinder der Beschäftigten können an diesem Tag mit ihren Eltern ins Büro, ins Labor, in die Hörsaale oder in die Werkstatt gehen. Am „MiKi-Tag“ soll das aktuelle Thema „Familie“ sichtbar gemacht und die Akzeptanz für Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden. Gleichzeitig bietet dieser Tag Kindern die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Berufe, die an einer Universität ausgeübt werden, kennen zu lernen und so eigene Zukunftsvorstellungen und Wünsche zu entwickeln.
 

Eltern-Kind-Bereiche in Mensen und Kinderteller

Seit 2009 bestehen in den Freiburger Mensen eigene Eltern-Kind-Bereiche („Mensalinos“), die sich optisch vom übrigen Raum abgrenzen und in denen Familien gemeinsam zu Mittag essen können. Die Eltern-Kind-Bereiche sind mit Spielecken und Stillbereichen ausgestattet. Zudem erhalten Kinder von Studierenden unter sechs Jahren, die in Begleitung ihrer Eltern oder eines Elternteiles kommen, zum Essen ihrer Eltern einen kostenlosen „Kinderteller“.

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