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Artikelaktionen

Maßnahmen im Bereich Behinderung/chronische Krankheit

Strategische Maßnahmen

Arbeitskreis Barrierefreiheit

Auf Empfehlung der Ständigen Senatskommission hat das Rektorat am 24.03.2010 die Einrichtung eines Arbeitskreises „Barrierefreiheit“ unter dem Vorsitz des Vizerektors beschlossen. Mit der Zusammenführung der an der Universität vorhandenen Einrichtungen, die sich mit dem Thema „Behinderung/chronische Krankheit in Studium und Arbeit“ beschäftigen (unter anderem die Stabsstelle Gender and Diversity, die Schwerbehindertenvertrauensperson und die Beauftragte für Studierende mit Behinderung) sowie unter Beteiligung von betroffenen Studierenden und Mitarbeitenden sollen die Maßnahmen in diesem Bereich zielgerichtet gestaltet und weitere Synergien geschaffen werden. Der Arbeitskreis verfolgt das Ziel, als Multiplikator die Erarbeitung von Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit an der Universität Freiburg voranzubringen und auf den verschiedenen Ebenen für das Thema zu sensibilisieren. Der Begriff „Barrierefreiheit“ wird dabei nicht als ausschließlich auf den baulichen Bereich beschränkt verstanden, sondern steht für den kontinuierlichen Abbau von Barrieren, die Studierenden und Mitarbeitenden mit Behinderung die selbst-bestimmte und gleichberechtigte Teilhabe an Studium und Arbeitsleben bislang erschweren.
 

Projekt „Internetportal Barrierefreiheit“

Zu den aktuell in Planung und Umsetzung befindlichen Maßnahmen gehören die Erfassung und Dokumentation der universitären Gebäude hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit im Rahmen eines einjährigen, von Studierenden initiierten Projekts unter Leitung der Beauftragten für Studierende mit Behinderung. Neben der Erfassung und Auswertung der Daten zu internen Zwecken steht der Informationsservice gegenüber den Betroffenen im Vordergrund. Die Informationen zur Barrierefreiheit sollen zielgruppenspezifisch (d.h. behinderungsspezifisch) im Rahmen der zentralen Gebäudeinformationsseiten auf der Homepage der Universität dargestellt werden. Sehbehinderte und Mobilitätseingeschränkte sollen so die Möglichkeit erhalten, sich ihren zu ihrer individuellen Einschränkung passenden Weg in und durch die Gebäude zu suchen. Gleichzeitig sollen in Bezug auf Gebäude oder Räume, die nur eingeschränkt oder gar nicht barrierefrei zugänglich sind, Lösungsstrategien erarbeitet und vermittelt werden.
 

Sensibilisierungskonzept

Für das Jahr 2012 geplant ist die Erarbeitung eines umfassenden Sensibilisierungskonzepts für den Bereich „Studieren mit Behinderung“. Dabei sollen zielgruppengerechte Maßnahmen (Leitfäden, Sensibilisierungstrainings, Informationsveranstaltungen, etc.) zur Sensibilisierung für das Thema „Behinderung“ im Hinblick auf Lehrpersonal, Verwaltung, Studierenden-/Prüfungsadministration, Beratungs- und Servicestellen sowie Studierende ohne Behinderung entwickelt werden, um nachhaltig das Thema in der Universität zu verankern und eine Kultur der Vielfalt, Toleranz und des gegenseitigen Respekts zu fördern. Damit einhergehend sollen ferner auch strategische Maßnahmen zur Implementierung einer „barrierefreien Lehre“ entwickelt werden. Die Einbeziehung der Zielgruppe „behinderte Studierende“ in die jeweiligen Planungs- und Umsetzungsschritte nimmt bei allen Optimierungsprozessen eine wichtige Rolle ein.


Spezifische Maßnahmen für Studierende

„Studieren mit Handicap“ – Information und Beratung für Studieninteressierte und Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit

Die Universität stellt ein umfangreiches Informationsangebot für Studieninteressierte, Studierende und Absolvierende mit Behinderung im Online-Studierendenportal bereit, das ständig aktualisiert und erweitert wird. Neben den allgemeinen Beratungsangeboten im Studierendenservice bietet die Beauftragte für Studierende mit Behinderung individuelle Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung von behinderungsbedingten Problemen im Studienverlauf (wie zum Beispiel der Antragstellung von Nachteilsausgleichen) und bei Konflikten im Studienumfeld.
Link zur Website Studieren mit Handicap
 

Blindenarbeitsplätze

Die Universitätsbibliothek stellt spezielle Arbeitsräume für Blinde und stark Sehbehinderte zur Verfügung. Diese sind ausgestattet mit einem PC und der notwendigen Software, einem großen Monitor mit Schwenkarm, einem Scanner mit Texterkennungssoftware, Audioboxen, Braillezeile und zwei Bildschirmlesegeräten. Zudem sind zwei mit Kaltlichtlampen ausgestattete Arbeitsplätze vorhanden.
Barrierefreie Universitätsbibliothek
 

Induktive Höranlagen

Diverse Hörsäle an der Universität Freiburg sind mit einer induktiven Höranlage ausgestattet. Eine entsprechende Übersicht findet sich auf den Informationsseiten Studieren mit Handicap.
 

Hilfsmittelpool

Die Universität Freiburg verfügt über einen Hilfsmittelpool für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. Die Studierenden können die Geräte ausleihen und sie in Lehrveranstaltungen, Prüfungen sowie in den Bibliotheken nutzen. Zur Ausleihe stehen ein leistungsstarker Laptop und spezielle Programme, mit denen sehbehinderte Studierende Texte vergrößern und vorlesen lassen können. Das mobile Kamerasystem „Topolino Smart“ kann darüber hinaus Papiervorlagen und Tafelbilder vergrößern, aufnehmen, speichern und vorlesen.
Blinde Studierende können eine Braillezeile ausleihen, die Texte in Blindenschrift darstellt und tastbar macht.
Studierenden mit Hörbeeinträchtigung, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder Autismus-Spektrum-Störung steht eine drahtlose Tonübertragungsanlage zur Verfügung, die bei Lehrveranstaltungen zu einem besseren Sprachverstehen verhilft, indem sie die Nebengeräusche dämpft und die Stimme der Sprechenden hervorhebt.

Weitere Informationen zum Hilfsmittelpool und zur Ausleihe erhalten Sie bei der Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung:

Beate Massell
Service Center Studium
Tel.: 0761/203-67380
E-Mail: studium-mit-handicap@service.uni-freiburg.de

 

Zulassung - Härtequote und Nachteilsausgleich

Von der Gesamtquote der Studienplätze in den örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen werden bis zu 5% für Fälle außergewöhnlicher Härte vergeben.
Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit können bei der Zulassung einen Härtefallantrag stellen (Antrag auf Berücksichtigung bei der Vergabe von Studienplätzen im Rahmen der Quote für Fälle außergewöhnlicher Härte). Die im Rahmen der Härtequote zur  Verfügung stehenden Studienplätze werden an solche Bewerber_innen vergeben, bei denen die Ablehnung des Zulassungsantrages mit Nachteilen verbunden wäre, die bei Anlegung eines strengen Maßstabes über das Maß der mit der Ablehnung üblicherweise verbundenen Nachteile erheblich hinausgehen.
Außerdem können Anträge auf Nachteilsausgleich (Wartezeitverbesserung) gestellt werden. Nachzuweisen sind hierbei besondere Umstände in der Person des Bewerbenden, die diese_r nicht zu vertreten hat und die ihn oder sie gehindert haben, eine bessere Wartezeit zu erreichen.
 

Nachteilsausgleichsregelungen in Prüfungsordnungen

Im Bereich der Studienstruktur und –gestaltung finden mit der Verankerung von Nachteilsausgleichsregelungen in den Studien- und Prüfungsordnungen die Belange behinderter Studierender besondere Berücksichtigung. Als mögliche Ausgleichsmaßnahmen gelten beispielsweise die „angemessene Verlängerung der Bearbeitungszeiten bei schriftlichen Prüfungen, Ruhepausen oder die Gewährung von sächlichen oder persönlichen Hilfsmitteln“.
 

Mentoring Hildegardis-Verein

Die Universität Freiburg unterstützte als bundesweit einzige Hochschule das ebenfalls bundesweit einzige „Mentoringprogramm für Studentinnen mit Behinderung“ des Hildegardis-Vereins finanziell durch Erstattung des Teilnahmebeitrags der Freiburger Mentees.
Mentoringprogramm des Hildegardis-Vereins
 

Spezifische Maßnahmen für Beschäftigte

Integrationsvereinbarung

Zwischen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Schwerbehinderten-vertretung und dem Personalrat wurde im März 2005 eine Integrationsvereinbarung nach §81 SGB IX verfasst.
Integrationsvereinbarung [PDF]
 

Beratungsservice

Die Schwerbehindertenvertretung bietet auf ihren Internetseiten umfangreiche Informationen für schwerbehinderte/gleichgestellte Beschäftigte sowie Sprechstunden für persönliche Beratung zu allen Fragen rund um das Thema „Arbeiten mit Behinderung/chronischer Krankheit“ wie behindertengerechte Gestaltung von Arbeits(platz)bedingungen, Konflikte mit Mitarbeiter_innen oder Vorgesetzten oder Bewerbungsverfahren.
Link zur Website der Schwerbehindertenvertretung
 

Teilzeitregelungen

Die Beantragung von Teilzeit ist seit 1995 möglich und wird individuell mit der Personalabteilung geregelt. In den letzten fünf Jahren wurde die Option, in Teilzeit zu arbeiten, ständig erweitert. Inzwischen sind Arbeitszeitmodelle von 20% bis 100%, mit einer Verteilung auf ein bis fünf Tage pro Woche möglich. Teilzeitanträge von schwerbehinderten Menschen, die wegen Art und Schwere der Behinderung eine Verringerung der Arbeitszeit beantragen, finden dabei besondere Berücksichtigung.

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