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Alter

Der demografische Wandel und die damit verbundene Alterung der Bevölkerung werden einen tief greifenden Einfluss auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben. Die demografische Entwicklung zeichnet sich durch eine kontinuierlich steigende Lebenserwartung, eine anhaltend niedrige Geburtenrate sowie durch einen zunehmenden Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund aus.

Dieser, in gesamtgesellschaftlicher Perspektive zu beobachtende Trend der zunehmenden Alterung der Bevölkerung, wird auch direkte Auswirkungen auf die Universität Freiburg und ihr Umfeld haben. Die Altersstruktur der Universität Freiburg lässt bereits heute schon Tendenzen des demografischen Wandels erkennen, obgleich vordergründig die Daten für die gesamte Hochschule noch der klassischen Pyramidenform entsprechen. So liegt etwa das Durchschnittsalter bei den Beschäftigten der gesamten Universität bei knapp 38 Jahren. Mit Blick auf die Bereiche Verwaltung und Technik wird indes deutlich, dass hier ein Umbruch erfolgt, der den aktuellen demografischen Entwicklungen deutlich Rechnung trägt. Hier ist das Personal insgesamt älter und älteres Personal häufiger vertreten. Bereits heute sind ein Viertel der Beschäftigten in der Verwaltung 50 Jahre und älter. Zudem ist ihre Verweildauer im Universitätssystem insgesamt länger, so dass sich eine ganz andere Mischung an Alterskohorten vorfinden lässt als im wissenschaftlichen Bereich.

Somit ergeben sich für die gesamte Organisation Herausforderungen, die von der Hochschulsteuerung und Personalplanung, über Strategien der Personalrekrutierung und -bindung bis hin zu Serviceangeboten für pflegende Angehörige reichen werden. Eine intensive Auseinandersetzung wird insbesondere deshalb unerlässlich sein, um die zahlreichen Errungenschaften der letzten Jahre zur Geschlechtergerechtigkeit bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht zu gefährden. Die mögliche Reproduktion tradierter Geschlechterrollen zu Ungunsten weiblicher (Wissenschafts-)Karrieren ist daher vor dem Hintergrund wachsender Pflegeanforderungen im familiären Umfeld kritisch zu beobachten und frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen entgegenzusteuern.


Gesetzliche Grundlagen im Bereich Alter [PDF]
 

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