teq_diversity_logo_360px.png


Vielfältigster Arbeitgeber Öffentliche Institutionen Exzellent

Charta-der-Vielfalt-Leitfaden-Unterzeichner_160x45.gif


erfolgsfaktor-familie.jpg


 

Uni-Logo
Sie sind hier: Startseite Informationen für DFG-Forschungsverbünde Leitfaden DFG-Gleichstellungsmittel
Artikelaktionen

Leitfaden DFG-Gleichstellungsmittel

1. Antragstellung

2. Begutachtung

3. Nach der Bewilligung

   3.1 Gleichstellungsmittel und zentraler Pool

   3.2 Auswahl von Angeboten und Vorgehen bei der Einzahlung

   3.3 Verteilung der Mittel innerhalb der Angebote und Verwendungsnachweise

   3.4 Festlegung der angebotenen Maßnahmen

4. Häufige Fragen

 

 1. Antragstellung

Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen und Schwerpunktprogramme können im Modul „Chancengleichheit“ Mittel für Gleichstellungsaufgaben beantragen. Für Sonderforschungsbereiche sind dies 30.000 EUR pro Jahr (120.000 EUR pro Förderperiode), für andere Verbundprojekte 15.000 EUR pro Jahr (67.500 EUR pro Förderperiode).

Die Universitätsleitung empfiehlt, diese Mittel in vollem Umfang zu beantragen. Die Mittel sind für konkrete Gleichstellungsziele in Ihrem Verbund vorgesehen. Da es für manche Gleichstellungsmaßnahmen sinnvoll ist, zentrale Strukturen zu schaffen und dafür die Mittel mehrerer Verbünde zusammenzulegen, hat die Universität einen zentralen Pool für DFG-Gleichstellungsmittel eingerichtet. Bereits im Antrag können Sie deutlich machen, dass die Mittel zum Teil in einen zentralen Pool fließen, zu einem anderen Teil direkt bei Ihrem Verbund verbleiben. Einzelheiten zu diesem Verfahren finden Sie unter „3. Nach der Bewilligung Ihres Antrags“.

Zur Gestaltung Ihres Antrags unter Gesichtspunkten von Gleichstellung und Vielfalt und zur Entwicklung passender Instrumente für Ihren Verbund berät Sie gern die Stabsstelle Gender and Diversity, zu allen anderen Aspekten des Antrags das Science Support Centre.

 

2. Begutachtung

Bei der Begutachtung Ihres Antrags durch die DFG – sei es ein Einrichtungs- oder ein Fortsetzungsantrag – werden üblicherweise auch Fragen zum Gleichstellungskonzept des (geplanten) Verbundprojekts gestellt. Damit Sie auf diese Fragen bestens vorbereitet sind, empfehlen wir Ihnen, vorab die Beratung der Stabsstelle Gender and Diversity in Anspruch zu nehmen. Das kann zum Beispiel im Rahmen eines persönlichen Gesprächs oder auch einer Probebegutachtung stattfinden.

Üblicherweise nimmt die Leitung der Stabsstelle Gender and Diversity an den Begutachtungsterminen teil. Bitte denken Sie daran, uns rechtzeitig eine Information zu Ihrem Begutachtungstermin und eine Einladung zu schicken.

Im Rahmen der Begutachtung kann die Stabsstellenleitung Auskunft zur Gleichstellungsarbeit der Universität insgesamt geben. Fragen, die direkt Ihren Forschungsverbund betreffen, müssen immer von einem Mitglied des Forschungsverbunds beantwortet werden.

Bitte beachten Sie auch, dass Sie im Verlauf Ihrer Antragstellung rechtzeitig Kontakt zur Stabsstelle Gender and Diversity aufnehmen. Eine Teilnahme an Begutachtungen ohne Kenntnis des Antrags und der Akteur*innen ist nicht sinnvoll und wird von der Stabsstelle in der Regel abgelehnt. 

 

3. Nach der Bewilligung

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Einwerbung Ihres DFG-Verbundprojekts! Bitte nehmen Sie so bald wie möglich nach der Bewilligung Ihres Antrags wieder Kontakt mit der Stabsstelle Gender and Diversity auf und informieren Sie uns über die Laufzeit Ihres Verbundprojekts. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für ein erstes Gespräch über mögliche konkrete Instrumente zur Umsetzung von Gleichstellung und Vielfalt in Ihrem Verbund. 

 

3.1 Gleichstellungsmittel und zentraler Pool

 Die Gleichstellungsmittel, die die DFG Ihnen bewilligt, dienen folgenden Zielen:

· die Anzahl der Wissenschaftlerinnen auf der Ebene der Projektleitung zu erhöhen

· die im Forschungsverbund arbeitenden Nachwuchswissenschaftlerinnen bei der Verfolgung ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen

·den Arbeitsplatz „Wissenschaft“ familienfreundlicher zu gestalten

Für die Umsetzung dieser Ziele ist Ihr Forschungsverbund gegenüber der DFG verantwortlich. Gern beraten wir Sie dazu, wie Sie diese Ziele für Ihren Verbund erreichen. Dazu konzipieren wir auf Wunsch gemeinsam mit Ihnen passgenaue Maßnahmen, die Sie innerhalb des Verbunds mit Hilfe der Gleichstellungsmittel umsetzen können.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Sie neben solchen verbundinternen Maßnahmen auch zentrale Angebote benötigen, die nicht sinnvoll von einem einzelnen Verbund eingerichtet werden können (etwa Kinderbetreuung zu Randzeiten, die nicht von den ortsüblichen Betreuungszeiten abgedeckt werden; Coaching-Angebote u.a.). Wir empfehlen Ihnen deshalb, etwa die Hälfte der Mittel für verbundinterne und die andere Hälfte für zentrale Maßnahmen einzuplanen. Für solche zentralen Maßnahmen hat die Universität einen gemeinsamen Pool aller DFG-Forschungsverbünde eingerichtet. Sollten Sie bereits mehr als 50% Ihrer Gleichstellungsmittel für verbundinterne Gleichstellungsmaßnahmen festgelegt haben, zahlen Sie selbstverständlich entsprechend weniger in den Pool. Wenn Sie Ihre Mittel insgesamt für verbundinterne Maßnahmen verwenden, teilen Sie uns dies mit und zahlen gar nichts in den Pool. Wenn Sie mehr als 50% der Mittel einzahlen möchten, muss dies eigens begründet werden. Bitte wenden Sie sich dazu vorab an die Stabsstelle Gender and Diversity. Die Stabsstelle berät Sie inhaltlich und verwaltet den zentralen Pool. 

 

3.2 Auswahl von Angeboten und Vorgehen bei der Einzahlung

Zu Beginn der Laufzeit Ihres Projekts und am Anfang jedes Jahres während der Laufzeit erhalten Sie von uns eine Nachricht, mit der wir Sie einladen, einen Teil Ihrer Gleichstellungsmittel in den zentralen Pool einzuzahlen. Zugleich haben Sie die Möglichkeit, in einem Online-Formular aus verschiedenen Angeboten diejenigen auszuwählen, die für Ihren Verbund interessant sind.

Sobald Sie das Online-Formular ausgefüllt und abgeschickt haben, erreicht uns eine entsprechende E-Mail. Im nächsten Schritt erhalten Sie von uns eine Rechnung über den Betrag, den Sie laut Online-Formular in den Pool einzahlen möchten. Diese Rechnung bildet die Grundlage für die Einzahlung Ihres Anteils in den Pool durch eine interne Verrechnung (Formular UK-V). Bitte füllen Sie das Verrechnungsformular auf der Soll-Seite vollständig aus und schicken Sie es per Hauspost an die Stabsstelle Gender and Diversity (leider geht es noch nicht digital). Wir ergänzen auf der Haben-Seite die Angaben des zentralen Pools und senden das vollständige Formular an die Universitätskasse.

 

3.3 Verteilung der Mittel innerhalb der Angebote und Verwendungsnachweise

Im laufenden Haushaltsjahr werden aus dem zentralen Pool diejenigen zentralen Gleichstellungsmaßnahmen finanziert, die in dem Online-Formular aufgeführt sind. Dabei richtet sich die Verteilung der Mittel nach den von Ihnen ausgewählten Maßnahmen und den tatsächlichen Kosten dieser Maßnahmen.

Wenn beispielsweise sehr viele Verbünde eine Maßnahme auswählen, die relativ kostengünstig ist, können sich unter Umständen nicht alle tatsächlich an den Kosten dieser Maßnahme beteiligen. In einem solchen Fall werden Ihre Mittel unter den anderen von Ihnen ausgewählten Maßnahmen verteilt, in seltenen Fällen auch auf Maßnahmen, die Sie ursprünglich nicht ausgewählt hatten.

Im ersten Quartal des Folgejahres erhalten Sie einen von der Prorektorin für Redlichkeit in der Wissenschaft, Gleichstellung und Vielfalt unterzeichneten Verwendungsnachweis über die Mittel, die Sie im Vorjahr in den Pool gezahlt haben. Diesen können Sie im Zuge Ihrer Abrechnung bei der DFG vorlegen.

 

3.4 Festlegung der Maßnahmen

Die zentralen Gleichstellungsmaßnahmen, die Ihnen angeboten werden, werden jeweils im letzten Quartal eines Jahres für das nächste Jahr geplant. Dazu schlagen die verschiedenen Organisationseinheiten der Universität, die mit zentralen Gleichstellungsaufgaben befasst sind, dem Rektorat Maßnahmen vor. Zu den Anbietern gehören die zentrale Gleichstellungsbeauftragte, die Stabsstelle Gender and Diversity, die Freiburg Research Services und der Familienservice. Ausgehend von den bekannten Bedarfen der Forschungsverbünde entwickeln diese Abteilungen ihr Angebot fortlaufend für Sie weiter. Der Kanzler und die Prorektorin für Redlichkeit in der Wissenschaft, Gleichstellung und Vielfalt entscheiden, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen. Diese Maßnahmen erscheinen dann auf dem Online-Formular.

 

4. Häufige Fragen

Können wir die Gleichstellungsmittel nutzen, um uns Kita-Plätze zu reservieren?

Ein Kontingent von 30% der Betreuungsplätze in den Uni-Kitas wird bei Bedarf an Forschungsverbünde (und andere wissenschaftliche Einrichtungen) der Universität vergeben. Diese Kontingentplätze dienen der direkten Unterstützung der von den Forschungsverbünden verfolgten Gleichstellungs- und Nachwuchsfördermaßnahmen. Um von dem Kontingent zu profitieren, übernimmt die den Platz nutzende Einrichtung den so genannten Eigenanteil, der zur Deckung der Betriebskosten eines Betreuungsplatzes nötig ist. Hierbei handelt es sich um den Teil der Betriebskosten, der weder durch die kommunale Förderung noch durch die Elternbeiträge gedeckt wird. Diese Kosten werden aus dem Teil der Gleichstellungsmittel finanziert, die bei Ihrem Forschungsverbund verbleiben – also nicht aus dem zentralen Pool. Die Zahlung erfolgt an die Familienservice gGmbH an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

 

Können wir als Verbund gegen Ende des Jahres noch Restmittel in den zentralen Pool zahlen?

Das ist leider nicht möglich. Die Gleichstellungsmittel unterliegen der Jährlichkeit, und die Verwendungsplanung für den zentralen Pool erfolgt immer für ein Haushaltsjahr. Ab Beginn des vierten Quartals können daher leider keine Mittel für den Pool mehr angenommen werden.

Weitere Fragen?

Bitte wenden Sie sich mit Fragen und Anregungen für weitere Gleichstellungsmaßnahmen an die Stabsstelle Gender and Diversity.

Benutzerspezifische Werkzeuge